15. September 2022

„Die Natur erforschen“, so lautet seit einigen Wochen das Motto in der „Spürnasenecke“ im Pfarrkindergarten Aigen. Anfang Juli 2022 erfolgte die offizielle Übergabe der speziell dafür entwickelten Möbel und Forscherutensilien aus dem MINT-Bereich. Dadurch werden Kinder bereits im frühen Alter von 3-6 Jahren vermehrt für Naturwissenschaften und Technik begeistert.

 

Forscher- und Entdeckerdrang unterstützen

Kann man mit einer Kerze Wasser pumpen? Wie funktioniert Backpulver? Wie programmiert man einen Roboter? Diesen und vielen weiteren Fragen aus den Bereichen Naturwissenschaften und Technik wird in der „Spürnasenecke“ im Pfarrkindergarten Aigen auf den Grund gegangen. In knapp 100 spannenden Experimenten haben Kinder die Möglichkeit, ihrem natürlichen Forschungsdrang nachzugehen und eigenständig die Welt zu entdecken.

„Die ‚Spürnasenecke‘ bietet Kindern die Möglichkeit, ihre Interessen und Begabungen für unterschiedliche technische und naturwissenschaftliche Bereiche zu entdecken. Besonders glücklich sind wir über die enorme Vielfalt der ‚Spürnasenecke‘, wodurch wir den Kindern immer wieder etwas Neues bieten können, erklärt Sabrina Herbst, Leiterin des Pfarrkindergartens Aigen, der von der St. Erentrudis Stiftung der Erzdiözese Salzburg geführt wird.

Die Kosten für die „Spürnasenecke“ wurden zum Großteil durch engagierte Eltern übernommen. Maria Elsenhuber (MTE Elsenhuber GmbH) sieht darin ein Investment in die Zukunft: „Je früher wir Kinder mit Naturwissenschaften und Technik in Berührung bringen, desto besser. Wir geben ihnen dadurch die Chance, ihre Umwelt besser begreifen zu können und in ihnen schlummernde Begabungen zu entdecken.“ Dadurch bietet sich auch ein neuer Ansatz, um den immer größer werdenden Mangel an Fachkräften zu bekämpfen: „Wir erleben aktuell zum Teil dramatische Situationen am Arbeitsmarkt, weil Betriebe keine qualifizierten Facharbeiter mehr finden. Wenn wir zukünftig mehr technisch versierte Fachkräfte wollen, dann müssen wir bereits im Kindesalter ansetzen und vorhandene Talente so früh als möglich fördern.“

Sarah Gishamer uns Stephan Wagner, die sich ebenfalls finanziell beteiligt haben, schlagen in die selbe Kerbe: „Die Kinder sind unsere Zukunft. Ihre natürliche Neugier und Begeisterung für Natur und Umwelt soll Anreiz für uns alle sein. Die Welt begreifen und entsprechend nachhaltig mit ihr umgehen, das ist unser aller Ziel!“

 

Spezialmöbel aus Kuchl

Die Möbel für die verschiedenen Utensilien aus den MINT-Themengebieten (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wurden speziell an der FH Salzburg Campus Kuchl entwickelt. Mit Hilfe dieser versuchen sich die Kinder an spannenden Experimenten. Das W&H Dentalwerk Bürmoos agiert dabei als Dachsponsor und sichert die kontinuierliche Qualitätsentwicklung und somit den Erfolg der „Spürnasenecken“.

Bei der offiziellen Übergabe Anfang Juli 2022 wurde bereits erste Experimente vorgeführt. Die Pädagoginnen zeigten sich beeindruckt: „Der Enthusiasmus und die glühende Begeisterung, die von den Kindern beim Forschen und Entdecken ausgeht, ist bemerkenswert. Sie vertiefen sich so lange in ein Experiment, bis sie eine Lösung gefunden haben.“

 

Weitere „Spürnasenecken in Planung“

In Österreich gibt es aktuell mehr als 100 „Spürnasenecken“, weitere Projekte sollen bis Ende 2022 hinzukommen. In zwei Salzburger Kindergärten der St. Erentrudis Stiftung gibt es das Angebot bereits, weitere fünf werden gerade ausgestattet. Dadurch erhofft man sich zukünftig nicht nur mehr an MINT-Themengebieten interessierte Kinder, sondern auch mehr Fachkräfte in technischen Berufen.

 

Nähere Informationen unter: www.spuernasenecke.com

Pfarrkindergarten Aigen

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